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Wie zeige ich den Werdegang der DDR, ausgehend vom Kriegsende des zweiten Weltkrieges, über den Mauerbau bis hin zu den immer stärker werdenden Rufen nach Einheit aus dem Blickwinkel von Literatur und Kunst? Wie die Gefühle, aber auch scharfsinnigen Gedanken ihrer Bewohner, Befürworter und Kritiker? Diesen Fragen stellten sich im Vorfeld des 3. Oktobers einige Oberstufenschüler der MSS 13 am Göttenbach-Gymnasium unter der Leitung von Natalie Iven.

Das Resultat war eine allseits abwechslungsreiche Schulfeier am 2. Oktober. Eingeladen waren alle Schüler ab der 10. Klasse, sowie Lehrer und Freunde der Schule, die von Alexander Faschon durchs Programm geführt wurden.





Ausgehend von einer im letzten Jahr begründeten Tradition am Göttenbach-Gymnasium, jeden Tag der deutschen Einheit einem neuen Schwerpunkt zu widmen, folgte dem Fokus auf die Geschichte dieses Mal ein literarischer Rundgang durch die Jahrzehnte:
Der ernste und traurige Ton der Kurzgeschichte ,,Das eiserne Kreuz“ sei als Stellvertreter für die vehemente Auseinandersetzung mit den Nazi-Regime genannt, die anfangs den Ton in der DDR bestimmte. Einblick in die Welt und Konflikte der östlichen Betriebe gaben das Theaterstück ,,Die Lohndrücker““ von Heiner Müller, sowie eigenhändig von Arbeitern verfasste Lyrik. Aber auch das Schmunzeln kam nicht zu kurz, beispielsweise bei dem Lied ,,Du hast den Farbfilm vergessen“ von Nina Hagen, vorgetragen von der Live-Band und einer sehr ambitionierten Musiklehrerin namens Bettina Wegmann am Mikrofon.

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Künstlerischer Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich ein täuschend echter Meter ,,Berliner Mauer“ in Originalgröße (erschaffen von Achim Welsch) der der Veranstaltung von Beginn an eine passende Atmosphäre verlieh. In der Pause erhielt man dank klassischer Bionade und ,,Gewürzgürkchen“ einen Eindruck vom DDR-Lifestyle.
Zum Ende hin fand die Veranstaltung wieder zurück zu einem ernsteren Ton: Mit dem Oskar prämierten Film ,,Das Leben der anderen“ wurde ein Film gezeigt, der sich den inneren Konflikt eines Stasioffiziers zwischen Fanatismus und wachsendem Zweifel am System zum Schwerpunkt gemacht hat.
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Das Schlusswort gehörte Berthold Brecht. Diesmal aber nicht mit einer politischen Auseinandersetzung über die Verhältnisse, sondern mit dem Liebesgedicht ,,Erinnerungen an die Marie A.“, dem das Ereignis einen durchaus melancholischen Ausklang verdankte.

Leyla Özen