Polizei klärt Jugendliche des Göttenbach-Gymnasiums über Gefahren im Internet auf
 
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Über 90 Prozent der Jugendlichen nutzen regelmäßig das Internet. Welche Gefahren sich im „World Wide Web“ befinden, ist ihnen dabei oft nicht bewusst. Aufgrund dessen besuchten zwei Polizeibeamte, die auf diesem Gebiet spezialisiert sind, das Göttenbach-Gymnasium, um vor allem die älteren Schülerinnen und Schüler zu mehr Vorsicht zu mahnen.
Zum Einstieg wurde ein Film gezeigt, der vor allem Eltern darauf aufmerksam machen sollte, ihre Kinder auch im Internet zu „schützen“. Doch auch für die Jugendlichen waren die gezeigten Bilder abschreckend.
Schon zu Beginn sollte klar gemacht werden, dass die Aussage, es herrsche eine Anonymität im Internet, falsch sei. Das Hinterlassen von persönlichen Daten verringere diese „Anonymität“. Mit dieser ernüchternden Information begannen die Beamten ihren eigentlichen Vortrag.

Eines der Themen betraf das vor allem unter jungen Menschen praktizierte „Chatten“. Fast jeder der anwesenden Schülerinnen und Schüler nutzen regelmäßig diese Möglichkeit zur Kommunikation. Dabei bedenken nur die Wenigsten, dass man bei dieser Art von Gesprächen nie genau wissen kann, ob die Person, mit der man gerade in Kontakt ist, nicht eine andere Identität hat. Mit schockierenden Berichten wahrer Ereignisse machten die Referenten klar, dass man das sog. Chatten nicht unterschätzen sollte.
Im weiteren Verlauf wurde auf die legale bzw. illegale Verbreitung von Musikdateien, Videos, Bildern und Softwares hingewiesen. Die Frage, inwieweit es strafbar ist, wenn man elektronische Daten kopiert und verbreitet, konnte ausführlich beantwortet werden.

Ebenfalls thematisiert wurden die „Kostenfallen“ im Internet. Auch hier warnten die Referenten dringlichst vor zu eiligem Buchen oder Kaufen jeglicher Waren. Selbst das Schließen einer geöffneten Internetseite oder das Lösen eines Online-Quiz kann dazu führen, dass man plötzlich aufgefordert wird, eine Rechnung für die Nutzung zu bezahlen. Die große Gefahr bei diesen Internetseiten sei, dass diese von den Inhabern sehr oft gewechselt und erneuert würden. Das Nachweisen bzw. Verfolgen der Besitzer sei fast unmöglich.
Mit dem Appell, sich dieser Gefahren bewusst zu sein und kritisch mit dem Internet umzugehen, endeten die Polizeibeamten die außerunterrichtliche Veranstaltung.



 
 
Anna Elisa Wedekind