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Das Göttenbach-Gymnasium hat in diesem Jahr zum ersten Mal an der Aktion „Tulpen für Brot“ teilgenommen. Das Grundprinzip dieser Aktion ist einfach: Kinder verkaufen selbst gepflanzte Tulpen und helfen mit dem Erlös bedürftigen Kindern. Seit nunmehr 18 Jahren werden auf diese Weise Projekte verschiedener Organisationen unterstützt; in diesem Jahr sind es die Aktion Peruhilfe e.V., die Dt. Welthungerhilfe sowie die Dt. Kinderkrebshilfe. Die Aktion wird von dem Grundschullehrer Matthias Koltes koordiniert und steht unter der Schirmherrschaft von Annegret Kramp-Karrenbauer, der Kultusministerin im Saarland.


Das Konzept dieser Aktion gefiel uns gut, der Entschluss mitzumachen war schnell gefasst. Im November 2008 ging es mit der Arbeit los: Etwa 300 Tulpenzwiebeln kamen mit der Post, und die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen hatten alle Hände voll zu tun, um sie mitsamt Blumentöpfen im Schulgarten in die Erde zu pflanzen. Herr Eid und Schüler der MSS 12 standen ihnen tatkräftig zur Seite, bedeckten die Töpfe mit einer weiteren Schicht Erde, um sie winterfest zumachen.

Dann begann das lange Warten. Würden die Zwiebeln den Winter überstehen? Würden sie vielleicht von Wildschweinen ausgegraben und gefressen werden? Würden sie austreiben und wenn ja, wann würden sie blühen, vor, in oder nach den Osterferien?

Die Freude war groß, als nach dem langen kalten Winter die ersten grünen Spitzen aus der harten Erde schauten. Die warmen Tage um Ostern herum brachten jedoch unsere Planung für den Verkauf vollends durcheinander. Am Ende der Ferien schlug Herr Eid „Tulpenalarm“, die Tulpen standen zum großen Teil in voller Blüte, einige waren sogar schon verblüht.

So starteten wir kurzerhand in der ersten Woche nach den Ferien den Tulpenverkauf. Schüler vieler Schulstufen halfen kräftig mit die Stellwände zu gestalten, die Tulpen aus dem Garten zum Schulhof zu bringen, Tische aufzubauen, Waffelteig zu machen, Waffeln zu backen und Tulpen zu verkaufen. Am Mittwoch, dem 22.4. herrschte in den großen Pausen großer Andrang an unserem Stand in der Pausenhalle, ein buntes Chaos im positiven Sinne. Viele Schüler und auch Lehrer wollten Tulpen kaufen und natürlich eine Waffel essen. Mit dem Waffelbacken kamen wir nicht mehr nach.

In der Woche darauf wurden an einem Vormittag noch einmal Waffeln gebacken – und zwar süße und herzhafte - , auch dieses Geld floss in die „Tulpenkasse“.

Der Tulpen- und Waffelverkauf brachte einen Erlös von rund 430 € ein, worüber wir uns sehr gefreut haben. Ich denke, dass die Aktion Tulpen für Brot vor allem deswegen eine lohnende Sache war, weil so viele Schüler in irgendeiner Form beteiligt waren und tatkräftig mit anpacken konnten. Gerade die Gartenarbeit hat den Schülern der Orientierungsstufe großen Spaß gemacht.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Mitstreiter im Vorbereitungsteam: an die Biologiekollegen Tina Blum, Manuela Schmitt und Björn Weirich, die manche Biostunde für die Tulpenaktion geopfert haben, an Herrn Eid, der im Garten schwere Arbeit gehabt und immer wieder nach den Tulpen geschaut hat, und an die „Gartenmütter“, Frau Behn-Stier, Frau Huwer und Frau Oberländer, die an den Verkaufstagen voll im Einsatz waren. Und nicht zuletzt den vielen Schülerinnen und Schülern, die gärtnerisch und anderweitig für die Tulpenaktion aktiv waren und ohne die der Tulpenverkauf nicht so kurzfristig hätte über die Bühne gehen können.

Angela Schumacher