Schüler sprachen über wichtige Epoche der Welt- und Deutschlandgeschichte sowie den Wunsch nach dem "Wind der Veränderung"

Reise durch die Geschichte

Gedenkfeier zum Tag der Deutschen Einheit im Göttenbach-Gymnasium

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IDAR- OBERSTEIN. Erstmals fand in der Aula des Göttenbach- Gymnasiums eine Gedenkfeier zum Tag der
Deutschen Einheit statt. Die Idee dazu kam von Schülern des Leistungskurses Geschichte. Sie wollten zusammen
mit ihren Lehrern auf den Tag vorbereiten, an dem die Deutschen ihre Wiedervereinigung feiern. In Worten und
Bildern informierten sie über Ereignisse und Entwicklungen, die zum 3. Oktober 1990 führten.
Das Publikum war eingeladen zu einer Zeitreise durch die Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Es wurde
geschildert, wie sich die Welt nach 1945 in zwei Lager spaltete, eines unter der Führung der USA, das andere
unter der Führung der Sowjetunion, und wie die Konflikte dieser beiden Großmächte die Welt mehrfach an den
Rand eines weiteren Krieges führten. Da ein solcher Krieg nicht ausbrach, wird diese Zeit von den Historikern die
Ära des "Kalten Krieges" genannt. Damals spaltete ein "Eiserner Vorhang" Europa und andere Länder dieser Erde,
Deutschland und unsere Hauptstadt Berlin in zwei Teile.


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Es wurde aber auch berichtet, wie die Mauer in Berlin, und die mit Todesstreifen und Stacheldraht befestigte
Grenze mitten in Deutschland wieder verschwanden. Die Freude der Menschen über die damaligen Ereignisse
konnte anhand von Bildern und Video-Sequenzen miterlebt werden. Es kamen jedoch auch Stimmen zu Wort, die
damals die Wiedervereinigung Deutschlands nicht guthießen und vor einem großen und mächtigen Deutschland
warnten. Abschließend wurde noch eine Rede des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl gezeigt, mit der sich
das Publikum als kritische Demokraten auseinandersetzte. Den musikalischen Rahmen der Veranstaltung bildeten
Darbietungen von Schülern unter anderem am Klavier oder in gesungener Form. Ausgewählt wurden die Stücke
von Klaus Gerhold, Musik-und Geschichtslehrer, der auch selbst aktiv an der Feier mitwirkte.

Schließlich bekam das aufmerksame Publikum noch ein musikalisches Highlight geboten. Die von Schülern und

Schülerinnen selbst musizierte und gesungene Version der Rockballade "Wind of Change", deren Text im Jahre
1991 symbolisch für den eingetretenen politischen Wandel (wie den Fall der Berliner Mauer), die neu gewonnene
Freiheit der Menschen im ehemaligen Ostblock sowie das nahe Ende des Kalten Krieges stand.

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Von Lehrern und Schülern wurde der Wunsch geäußert, diese Veranstaltung jährlich stattfinden zu lassen, um
somit unter neuen Sichtweisen und Aspekten das Wissen und die Erkenntnisse zum "Tag der Deutschen
Einheit"stets zu erweitern und zu verbessern. (sms)


Nahe Zeitung vom 08.10.2008