Nach erster Bauphase können die Klassenräume wieder bezogen werden
Aus dem Hause des Farbdesigners Friedrich Ernst von Garnier, der auch die optische Gestaltung der neuen Messehalle konzipiert hat, stammt die Farbgebung des Göttenbach-Gymnasiums. Morgen können die Schüler erstmals das neue Raumgefühl erleben.

"Wir haben unsere alten Erdkundekarten zwar noch nicht entsorgt, aber im Prinzip braucht der Lehrer sie nicht mehr, ebenso wenig wie die Hängetafeln aus anderen Fächern", meint Schulleiterin Angelika Gröneveld-Olthoff. "Wir sind ja auch eine Schule mit dem Schwerpunkt Medienkompetenz, und dafür haben wir jetzt endlich auch den entsprechenden technischen Standard." Auch das Zeitalter der Overhead-Projektoren wird damit auslaufen, wenn auch diese Geräte den Lehrern für ihre Folien nach wie vor zur Verfügung stehen.
Mehr noch aber als die moderne technische Ausstattung wird den Schülern auf Anhieb das neue Raumgefühl auffallen. Die Klassenzimmer sind deutlich heller geworden, weil die neue Thermoverglasung vom Fußboden bis zur Decke reicht. Da sie von außen vor die alten Fenster gesetzt wurden, die dann anschließend entfernt wurden, sind die Räume sogar etwas größer geworden.
Am auffälligsten ist aber die neue Farbigkeit der Schule. Von außen hat ein freundliches Blau das mit den Jahren ziemlich schmuddelig gewordene Betongrau abgelöst. Im Inneren dominiert im Klassentrakt nun in jedem Stockwerk eine "Leitfarbe", in der sowohl die Klassenräume als auch Treppenhaus-Abschnitt und Flure gehalten sind. Das unterste Stockwerk, wo sich größtenteils Funktions- und Verwaltungsräume befinden, dominieren erdige Rot- und Brauntöne. Das nächste Stockwerk, in dem die Klassenstufen 5 bis 7 unterrichtet werden, ist in Gelbtönen gehalten, es folgt für die Klassen 8 bis 10 eine Etage in Grüntönen, während das oberste Stockwerk für die Oberstufe in Blau gestaltet ist.

Nahe Zeitung vom Dienstag, 5. Januar 2010, Seite 17.