Auf dem Weg zur Vorzeigeschule
Göttenbach-Gymnasiasten beziehen nach den Ferien 22 sanierte Klassenräume - Zwei weitere Bauabschnitte folgen
Der erste Bauabschnitt bei der aufwendigen Sanierung des Göttenbach-Gymnasiums ist abgeschlossen. Der modernisierte Stammklassentrakt präsentiert sich jetzt heller und freundlicher.
IDAR-OBERSTEIN. Kurz vor der Fertigstellung befindet sich der Stammklassentrakt des Göttenbach-Gymnasiums: Wenn am 6. Januar der Unterricht nach den Weihnachtsferien wieder beginnt, können die Schüler ihre 22 modernisierten Klassenzimmer beziehen.
Von dem energetischen Schwerpunkt der Generalsanierung zeugen unter anderem die raumhohe Wärmeschutzverglasung, die auch mehr Helligkeit bringt, und die eigenen Lüftungsanlagen für jeden Raum mit Wärmerückgewinnung: Wärme- und Strombedarf werden deutlich sinken. Auch der gestalterische Aspekt mit einem Farbkonzept, das von Himmelblau ganz oben über sonnige Töne in der Mitte bis Erdbraun reicht, hebt das Vorhaben von anderen ab.
Bereits jetzt ist eine erhebliche Verbesserung der Atmosphäre erkennbar - und der Farbdesigner Friedrich Ernst von Garnier ist stolz darauf: "Wir denken, dass es eine unserer besten Arbeiten für dieses Aufgabenfeld ist."
Zufrieden zeigt sich auch Landrat Axel Redmer: "Dank des Konjunkturpakets der alten Bundesregierung konnte am Göttenbach-Gymnasium umfassender und zukunftsträchtiger saniert werden, als dies mit unseren Eigenmitteln möglich gewesen wäre." Rund vier Millionen Euro an Zuschüssen decken etwa die Hälfte der Baukosten ab: "Die Schule bekommt so einen ganz neuen Charakter und kann baulich schon bald als Vorzeigegymnasium gelten", freut sich Redmer, der zugleich mahnt: "Jetzt muss auch intern konsequent der Weg weitergegangen werden, den man im vergangenen Jahr mit der Entwicklung zur Ganztagsschule eingeschlagen hat."
Erfreulich ist für den Landrat, wie stark der Schulentwicklungsplan des Landkreises sich bereits in der wachsenden Zusammenarbeit zwischen Göttenbach- und Heinzenwies-Gymnasium auswirkt. "Wir sind sehr stolz auf unsere neue Schule und freuen uns darüber, dass die Sanierung zügiger als erwartet voranschreitet", bekundet Schulleiterin Angelika Gröneveld-Olthoff: "Das bedeutet aber auch, dass alle Beteiligten unter großer Anspannung stehen - alle arbeiten auf Hochtouren, nicht nur die Handwerker und die Mitarbeiter der Kreisverwaltung, sondern auch die Lehrerschaft."
Statt besinnlicher Weihnachtsrunde war am letzten Schultag vor den Ferien am 18. Dezember der Umzug sämtlicher Büros, der Bibliothek und des Lehrerzimmers angesagt. "Am 22. Januar 2010 wollen wir den sanierten Stammklassentrakt im Rahmen eines Informationsnachmittags für neue Fünftklässler der Öffentlichkeit vorstellen", kündigt die Oberstudiendirektorin an: "Wir möchten dann das tolle Ambiente der Klassenräume und das umfangreiche Bildungsangebot der Schule präsentieren."
Mit dem Ferienbeginn haben auch 12 der 18 Container ausgedient, in denen die Klassen vorübergehend untergebracht sind. "Die anderen sechs bleiben vorerst als Ausweichklassen für den zweiten Bauabschnitt", erklärt Reinhard Bartz vom Gebäudemanagement der Kreisverwaltung. Im Januar nimmt der Landkreis als Schulträger den Verwaltungsbereich mit Bibliothek in Angriff; bis Ende April, Anfang Mai soll auch dieser Flügel vollendet sein. Bis zum Schulanfang nach den Sommerferien strebt er an, den dritten Teil mit den naturwissenschaftlichen Fachräumen beziehen zu können.
Parallel zu diesem Abschnitt ist ab Mai der Bau des Mehrzweckgebäudes für den Ganztagsbetrieb mit der Mensa beabsichtigt, die auch als Aula dient. Gemeinsam mit dem heimischen Ingenieurbüro Technoplan aus Veitsrodt entwickeln die Planer der Kreisverwaltung, Stefan Linn und Reinhard Bartz, unterdessen das Energiekonzept für das gesamte Schulzentrum - es soll überregional Vorbildcharakter haben.
Nahe Zeitung vom Samstag, 2. Januar 2010, Seite 15.
