Die "Göttenbach" geht auf Kurs

Oberstudiendirektorin Angelika Gröneveld-Olthoff wurde nun auch offiziell in ihr neues Schulleiter-Amt eingeführt
"Ich will mit meiner Mannschaft noch viele neue Ziele ansteuern", sagte Angelika Gröneveld-Olthoff voller Optimismus und Tatendrang in ihrer Dankesrede. In einem Festakt war die Oberstudiendirektorin offiziell in ihr Amt als neue Schulleiterin des Göttenbach-Gymnasiums eingeführt worden.

IDAR-OBERSTEIN. "Es muss und wird sich einiges bewegen an der Göttenbach", war der Tenor der Reden in der knapp zweistündigen Amtseinführungs-Feier in der Göttenbach-Aula.
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Bereits Mitte 2008 hatte Angelika Gröneveld-Olthoff ihren Schulleiterposten angetreten. Doch jetzt erst, nach "einem sehr schwierigen Jahr" mit der Umstrukturierung zur Ganztagsschule und den -noch laufenden -Baumaßnahmen, hatte man sich die Zeit für eine offizielle Amtseinführung nehmen können. "Die heutige Feier ist ein Fest für uns alle. Die vielen wohlwollenden Worte tun gut", sagte Gröneveld- Olthoff vor rund hundert Gästen, unter ihnen die Bundestagsabgeordneten Julia Klöckner und Fritz Rudolf Körper, viele Kollegen, Freunde, die Familienangehörigen und Schüler des Gymnasiums.
Für den musikalischen Schwung sorgten das schulische Blechbläserensemble und der Ganztagsschulchor unter der Leitung von Andrea Kathary, die neu gebildete Blockflöten-Gruppe (Anneliese Hanstein) und der swingende Mittel-und Oberstufenchor (Alexandra Schneider).
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Blumen, gute Wünsche und viele Komplimente gab's für die "Powerfrau", wie der stellvertretende Schulleiter Wolfgang Rückert sie in seiner Begrüßung bezeichnete. "Sie verlangt viel", räumte er ein. Aber mit der "von ihr in Gang gesetzten Modernisierung und Professionalisierung der Arbeitsabläufe" und "ihrer kommunikativen Überzeugungs-und Durchsetzungskraft" werde sie, so Rückert, die "Göttenbach zu neuen Ufern führen".
"Umschiffen Sie die Klippen des Schulalltags!", sagte Peter Epp, leitender Regie-rungsschuldirektor und Vertreter der ADD, als er, auf die maritime Herkunft der Schulleiterin anspielend, ihr ein kleines Segelschiff überreichte. Kurz rekapitulierte er einige biografische Stationen. Gebürtig in Emden, Studium in Oldenburg, Referendariat in Jever, USA- Aufenthalt, Hauptschulerfahrung, Personalratsfunktion und Tätigkeit an Gymnasien in Landstuhl, Ramstein und Kaiserslautern: Epp vertraut darauf, dass die neue Schulleiterin aus der Vielfalt solcher Erfahrungen besonderes Verständnis für alle Beteiligten am "komplexen System Schule" aufbringen werde. "Wir haben bei der Bewerberauswahl damals die richtige Wahl getroffen", zeigte sich Landrat Axel Redmer überzeugt. "Nicht nur die Göttenbach bewegt sich, auch wir werden uns mit Ihnen bewegen", versicherte er.

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"Die Entscheidung für Sie war die richtige Entscheidung", bekräftigte auch Bürgermeister Frank Frühauf, und Oberstudiendirektor Dr. Heribert Steinmetz, Sprecher der Direktorenvereinigung, der humorvoll die Schule mit einer "Kuh" verglich, bei der es nicht nur auf "den Output, sondern auch auf den Input" ankomme, attestierte der agilen Schulleiterin, dass sie "genau wisse, was sie wolle".
"Glück, Erfolg und gute Zusammenarbeit" wünschten Schulelternsprecher Michael Dietz und Schülersprecherin Nadin Rabaa. "Gute Zusammenarbeit" bot auch Personalratssprecher Claus Kösterkamp an. Seine Hoffnung: dass nach den "turbulenten Zeiten" das "Göttenbach-Schulschiff aus stürmischer See"
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nun wieder in etwas ruhigeres Wasser gelenkt werde.

"Nicht jammern, sondern das Positive sehen", fasste Angelika Gröneveld-Olthoff ihre Arbeitsphilosophie zusammen. "Eine neue Ära des traditionsreichen Göttenbach-Gymnasiums beginnt", prophezeite sie selbstbewusst. Sie appellierte an das Wir- Gefühl: "Wir Göttenbacher bauen ein Haus der Zukunft - nicht nur materiell." Keineswegs übersehe sie bestehende "negative Aspekte", sagte die dynamische Frau von der Nordseeküste: "Wir sind nun mal kein Traumschiff, sondern ein Linienschiff." (ed)
Nahe Zeitung vom Montag, 2. November 2009, Seite 11.